CTC im Hochfeld

Der CTC-Prozess

Die Stadt Augsburg führt im Bereich der Jugendhilfe auch in unserem Stadtteil eine neue Strategie ein, die eine bedarfsgerechte Planung ermöglichen soll: den CTC-Prozess. CTC steht für „Communities That Care“ und verfolgt das Ziel, Risiken für junge Menschen frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Angebote vorzubeugen. Die Methode stammt aus den USA und hilft dabei, soziale Angebote klar zu planen und ihre Wirksamkeit transparent und überprüfbar zu machen.

Was brauchen Kinder und Jugendliche im Hochfeld?

Um diese Frage gut beantworten zu können, befragten die Mitarbeiterinnen des Büros für Kommunale Prävention bereits 2017 Schülerinnen und Schüler im Hochfeld. Sie wollten erfahren, wie junge Menschen ihren Alltag im familiären Umfeld, in der Schule und im Stadtteil erleben. Die Antworten der Jugendlichen geben wertvolle Hinweise darauf, wo sie sich gut unterstützt fühlen und wo es Verbesserungsbedarf gibt. Aus diesen Rückmeldungen lassen sich wichtige Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder und Jugendliche im Hochfeld ableiten.

Wer arbeitet im CTC-Prozess zusammen?

In unserem Stadtteil bieten viele Einrichtungen Unterstützung für junge Menschen an – darunter Kitas, Schulen, Vereine, Jugendsozialarbeit und auch die Polizei. Fachkräfte aus diesen Bereichen arbeiten gemeinsam mit dem Büro für Kommunale Prävention in einem Stadtteilteam zusammen. Auch unser Stadtteilverein „Unser Hochfeld“ ist Teil dieses Teams.

Gemeinsam wurde ein Aktionsplan für die Stadtteilprävention entwickelt. Die bestehenden Angebote sollen Risiken verringern, Schutz stärken und – wo noch Lücken bestehen – gezielt weiterentwickelt werden.

Ziele der CTC-Strategie

Das Büro für Kommunale Prävention überprüft die gesamte Strategie regelmäßig und passt sie bei Bedarf an.
CTC verfolgt dabei zentrale Ziele wie:

  • mehr Gesundheit und Sicherheit im öffentlichen und privaten Raum

  • stärkeres Verantwortungsbewusstsein

  • faire Bildungschancen

  • verlässliche Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Einige passende Angebote wurden bereits in den Jugendhilfeeinrichtungen des Hochfelds eingerichtet und sollen nun ihre Wirkung entfalten.

Beispiel aus dem Hochfeld: Das Jugendhaus #13

Ein anschauliches Beispiel für CTC ist das vor Kurzem wiedereröffnete Jugendhaus #13 im Hochfeldpark. Dort arbeiten mehrere Fachkräfte, die sich speziell um Prävention im Stadtteil kümmern.

Aktuell unterstützt der Sozialpädagoge Julian Laut (mit seinem Team) Kinder und Jugendliche dabei, ihre Ideen für die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des Hochfeldparks einzubringen. Über ein Onlineverfahren können ältere Jugendliche frühere Vorschläge erneut einreichen, die bisher nicht berücksichtigt wurden. Jüngere beteiligen sich nun aktiv an Gesprächen vor Ort.

So erleben die Jugendlichen, dass ihre Meinung wichtig ist und zugleich, dass Planung und Umsetzung Zeit, Geld, Engagement und Geduld erfordern. Sie wissen es zu schätzen, dass die Stadt Augsburg trotz knapper finanzieller Mittel einen hohen Betrag für die Weiterentwicklung des Parks einplant.

Weiterführende Informationen

Das Büro für Kommunale Prävention und das Stadtteilteam haben einen kurzen Informationsfilm erstellt. Er erklärt den CTC-Prozess sowie seine Ziele und die Arbeitsweise der Prävention im Stadtteil.

Hier geht es zum Film.

Wer lieber liest findet hier eine Broschüre als PDF:

Hier geht es zur Broschüre.